Jahresfeste anders feiern. Kreativ mit Elementarwesen

Die Autorin Christine Beusch, die in diesen Tagen ihr zweites Buch zum Thema „Elementarwesen“ veröffentlicht hatte („Jahresfeste anders feiern – kreativ mit Elementarwesen“) sprach auf Einladung des Vereins Kulturwerkstatt Dreiländereck e.V. zum ersten Mal hierüber im Format einer Onlinelesung mit Raum für Gespräche. Unter Elementarwesen lassen sich, vereinfacht gesagt, für die gewöhnlichen Sinne unsichtbare Wesen verstehen, die bestimmte Aufgaben in unserer Umwelt wahrnehmen. Im klassischen Sinne werden diese den vier Elementen – Feuer, Erde, Wasser, Luft – zugeordnet.

Beusch las einige Passagen zum Einstieg vor, in denen sie darauf hinwies, wie wichtig es sei, sich zu öffnen für die Dimension des Erlebens dieser Wesen, und ließ Assoziationen an Naturerlebnisse, wie sie jeder kennt, anklingen. Das Wahrnehmen der unterschiedlichen Stimmungen im Jahreslauf, wie auch der Qualitäten bestimmter Orte könne in diesem Sinne ein Einstiegstor sein. Im Weiteren wurde auch klar, dass es aber nicht nur Elementarwesen in der Natur gebe, sondern auch solche, die durch kulturelle Prozesse geschaffen würden, wie auch sehr spezielle, wie etwa das menschliche Körperelementarwesen oder die Organwesen. Wiederum sei oft, wenn man von einem Baumgeist spreche, das diesen bewohnende Elemenarwesen und nicht der Baum selbst gemeint. Manche Phänomene würden vielleicht etwas seltsam anmuten, aber tatsächlich könne es vorkommen, dass sich Elementarwesen mit bestimmten, ihnen angebotenen Formen verbinden (etwa in Gestalt bestimmter Figuren) oder auch mit diesen durch den Menschen verbunden würden. So hätten sie dann dort gleichsam ihren „Bewusstseinsanker“.

Nun seien die Elementarwesen aber auch weiter in Entwicklung begriffen, man könne inzwischen in gewissem Sinne von einer bestimmten Gruppe von Elementarwesen sprechen, die in besonderer Beziehung zu Christus (beziehungsweise zur „Maria-Sophia“) stünden. Und grundsätzlich müsse man sagen, dass in der Elementarwelt ein Interesse an der (erneuten) Gemeinschaft mit den Menschen bestünde, trotzdem sich manche vielleicht zurückgezogen hätten, indem man ihnen die ihnen eigentlich angestammten Räume nahm – worüber auch andere Autoren, wie etwa der von Beusch geschätzte Kulturwerkstatt-Preisträger Marko Pogačnik, berichten.

Passend zum Weihnachtsfest schilderte Beusch auch die Wahrnehmung einer Baumsylphe, die in einer zum Weihnachtsbaum bestimmten Tanne „erstrahlte“.

Im Gespräch wurde deutlich, dass Beusch eben nicht nur auf Überliefertes zu den Elementarwesen zurückgriff, sondern auf ihrem eigenen Erleben und ihren eigenen Wahrnehmungen aufbaute, gerade auch deshalb, weil sie nicht alle Fragen unmittelbar beantworten konnte. Ob etwa die Elementarwesen auch ihrerseits Feste feierten, die dem Menschen unbekannt sind, vermochte sie nicht zu sagen, da sie bislang ihren Fokus noch nicht darauf gerichtet habe, dem nachzuforschen. Von Teilnehmerseite wurde erwähnt, dass es die anwesenden Elementarwesen der Technik freudig erregt hätte, dass auch sie angesprochen worden seien – denn oft vergesse man ihrer oder würdige sie nicht. Andere brachten eigene Erlebnisse ein, wie etwa Begegnungen mit einem bestimmten Baumgeist und Ähnliches.  

Die Referentin/Autorin: Christine Beusch, geboren 1962 in Brüssel, kam 1981 nach Deutschland. 1982 Ausbildung zur Heilerzieherin. 2005 Ausbildung in Klangschalenmassage. Während rund 30 Jahren (1986 bis 2015) Hausverantwortliche in einer sozialtherapeutischen, anthroposophischen Einrichtung. Von 2016 bis 2020 Arbeit in einem Wal[1]dorfkindergarten. Fortbildung im Bereich energetisches Heilen für Landschaft und Mensch. Seit 2015 selbstständig therapeutisch und als Seminarleiterin tätig. Christine Beusch ist verheiratet und hat drei Söhne.

  

Informationen:

Viele Menschen betrachten Elementarwesen als Geschöpfe der Phantasie – im Märchen kennt man sie etwa in bildhafter Gestalt als Zwerge, Wassergeister und Elfen. In alten Zeiten hat man jedoch an sie geglaubt und sie in ihrem Wirken im Jahreslauf (Saat, Ernte usw.)  wahrgenommen und einbezogen – was sich in einigen Gegenden bis heute im Brauchtum erhalten hat. Inzwischen treten auch wieder immer mehr Menschen auf, die von Erlebnissen mit diesen Wesen berichten. Christine Beusch ist eine von diesen. Sie hatte im Jahr 2010 im Futurum-Verlag das Buch „Uns gibt es wirklich. Leben mit Elementarwesen“ veröffentlicht. Voraussichtlich Ende November 2022 erscheint ihr neues Buch „Jahresfeste anders feiern. Kreativ mit Elementarwesen“, das viele Anregungen enthält. Gerade auch zur Weihnachtszeit scheint es besonders interessant, sich hiervon zu einer neuen, beidseits bereichernden Form der Gemeinschaft mit diesen Geschöpfen inspirieren zu lassen. In der Veranstaltung werden einige Auszüge des Buches vorgestellt und durch Weiteres ergänzt. Im Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kann das Thema weiter vertieft werden.

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